Hegering II

Quer durchs Kinderzimmer der Wildsau - Ein Bericht von Denise Rebstock

Der Orientierungsläufer als Schreckgespenst.
Gefahr für hochträchtige Gaissen und Bachen mit ihren Frischlingen!

Wo ist hier der Anwalt der Tiere? Verkauft wurde den Jagdpächtern aus Ubstadt vor zwei Tagen eine Veranstaltung als sog. „Orientierungslauf“, bei der die Läufer eine neue Trendsportart verfolgen. Es ist eine Art Schnitzeljagd im Wald, die angeblich auf den Waldwegen durchgeführt wird. Was wir jedoch erlebt haben, waren Läufer die von allen Seiten auf uns zukamen, quer durch Dickungen und Aufforstungsflächen, die wir als Jäger noch nie betreten haben - und wir würden sie auch nicht betreten, da hier gerade in dieser Jahreszeit die Kessel der Wildschweine, mithin also die Kinderzimmer und Geburtsstationen belegt werden.

Menschen, die hier ahnungslos durchlaufen, begeben sich in ernste Gefahr, da Bachen ihre Wurfkessel verteidigen und Menschen erhebliche Verletzungen zufügen können! Der Veranstalter schickt völlig blauäugig 12-16 Jahre alte Kinder und ältere Fitnessfans zu Zielpunkten, die fernab der Wege liegen, bewaffnet mit einem Kompass und Karten, die jeden unserer Hochsitze enthalten. Unsere Hochstände sind keine Geheimnisse. Aber Flächen, auf denen Jungtiere, gleich ob Frischling, Rehkitz, Wildkatze oder Schnepfe zur Welt kommen, sollten für alle Naturliebhaber tabu sein! Wir Jäger lieben die Natur wie die meisten anderen Menschen, aber wir wissen um die Zusammenhänge und achten die Natur daher vielleicht ein klein Wenig mehr.

Die Jagd findet nicht immer Zustimmung und Freunde. Doch wie kann es sein, dass die Jäger den Wald in dieser Jahreszeit nicht betreten sollen, um dem Wild die verdiente Ruhe während der Setz- und Brutzeiten zu gönnen, wir aber andererseits mit Zustimmung von Forst und Gemeinden eine solche Veranstaltung tolerieren sollen? Wie kann es sein, dass wir dem Gesetz folgend das Wild in Ruhe lassen, aber zusehen sollen, wie es mangels besseren Wissens gestört und aufgescheucht wird? Wie kann es sein, dass Forst und Gemeinde dem Veranstalter erlauben, seine Teilnehmer in nicht unerhebliche Gefahr zu bringen? ‪

#‎Jagdruhezeit ‪#‎Wildruhezone ‪#‎Orientierungslauf

 

Bilder zum Bericht von Denise Rebstock

Bericht zum Ferienprogramm 2014 der CDU Uö mit der Jägerschaft Hegering 2/Kraichtal

Bericht zum Ferienprogramm 2014 der CDU Uö mit der Jägerschaft Hegering 2/Kraichtal „Richtig verhalten in Feld und Wald“ Das Ferienprogramm „Richtig verhalten in Feld und Wald“ erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Für einen Lerngang mitten in die Natur waren die Voraussetzungen ideal. Tage zuvor hatte es geregnet, sodass Wildschwein, Reh und Dachs im wahrsten Sinne des Wortes „eindrucksvolle“ Spuren hinterließen und somit allen Beteiligten die ganze Palette ihres nächtlichen Treibens darboten. Die Brandwaldhütte und der angrenzende Wald erwiesen sich als ideales Revier, um wichtige Verhaltensregeln im Wald und jugendlichen Wissensdurst unter einen Hut zu bringen. Der ehemalige Stadtrat Wolfgang Malzacher konnte 19 Jugendliche im Alter von acht bis zwölf Jahren begrüßen. Diese, ausgerüstet mit Ferngläser, Rucksäcke und einem gewaltigen Sachwissen, zeigten den Verantwortlichen ihr großes Interesse an der Natur. Den Wissensdurst in Sachen Flora und Fauna konnten da nur ausgewiesene Fachleute stillen, wie dies die Jäger Gerhard Pflaum, Manfred Heilig und Sigfried Weimann exzellent unter Beweis stellten. Die Jagdhündin Utah vom Sämmerhof komplettierte die ganze Jägerschaft. Waldkenner Gerhard Pflaum führte durch den Wald und klärte alles auf was an Fragestellungen an ihn gerichtet wurden. Warum Futtergrippen und Wildkräuterwiesen für Rehe so wichtig sind, gehörten ebenfalls zum Infoblock, wie die Aussicht von einem Jägerhochsitz und der Besuch eines „Wellnessbereichs“ für Wildschweine. Die Suhle bildet neben dem Mahlbaum eine wichtige Einrichtung für Wildschweine, um die Fellpflege optimal zu gestalten. Die interessierte Kinderschaar kam auf ihre Kosten und lauschten aufmerksam den Worten des passionierten Jägers. Mit Stock und verschiedenen Pfeifen dekoriert war dieser bestens gerüstet. Lockrufe verschiedener Tierarten (mit Pfeife oder Buchenblatt), Geruchsproben an Nadelgehölzen oder die Zuordnung unterschiedlicher Blätter zu den entsprechenden Laubbäumen rundeten den Lerngang ab. Am Ende der Veranstaltung kam auch das Gesellige nicht zu kurz. Die Jäger Heilig und Weimann haben ein offenes Holzfeuer entfacht und Angelika Pflaum brachte Würste und den Teig für das Stockbrot mit. Für die Jungjäger und Jungjägerinnen waren das Anbringen des Teiges und das Aufstecken der Würste an den vorbereiteten Haselnussstöcken ein weiterer Höhepunkt dieses Ferienprogramms.