Herzlich willkommen auf den Internetseiten der Jägervereinigung Bruchsal e.V.

Herzlich willkommen auf den Internetseiten der Jägervereinigung Bruchsal e.V.

Das Gebiet der Jägervereinigung Bruchsal e.V. im Landesjagdverband Baden –Württemberg deckt sich mit dem alten Landkreis Bruchsal, der bis zur Verwaltungsreform im Jahre 1973 im Wesentlichen die rechtsrheinischen Teile des ehemaligen Fürstbistums Speyer umfasste. Heute liegen in diesem Gebiet 13 selbständige Städte und Gemeinden im Nordteil des Landkreises Karlsruhe.

Die vielgestaltige naturräumliche und landschaftliche Gliederung des alten „Bruhrains“ weist 3 wesentliche Elemente auf:
-  die Rheinniederung oder das Tiefgestade mit den von Aue – und Bruchwäldern gesäumten Altarmen des Rheinsund zahlreichen Baggerseen
-  die eigentliche Niedertrasse, auch die Hardt oder der Hardtrücken genannt, mit überwiegend Kiefernwäldern, die auf dem sandigen Boden gut gedeihen
-  den Kraichgau, die „deutsche Toskana“ : ein fruchtbares, von Löss- Muschelkalk- und Keuperböden geprägtes Hügelland mit Hangterrassen und tief eingeschnittenen Hohlwegen. Gekrönt sind die bis 333 Meter hohen Hügel meist von Wäldern oder Weinbergen, aber auch von mancher alten Burg oder einsamen Kapelle.

Besonders die Rheinebene zwischen den Ballungsräumen Karlsruhe und Heidelberg / Mannheim weist eine hohe Siedlungsdichte und starke Zerschneidungseffekte durch die hier verlaufenden Hauptverkehrswege in Nord – Süd –Richtung auf. Bekannt und landwirtschaftlich bedeutend sind in dem klimatisch begünstigten Raum der Spargelanbau (Bruchsaler Spargel) auf den Sandböden der Ebene sowie der Weinbau im Kraichgau.

Zum Vereinsgebiet der Jägervereinigung Bruchsal e.V. gehören 61 gemeinschaftliche Jagdbezirke sowie ein Eigenjagdbezirk bei einer Gesamtfläche von ca. 30000 ha. Der Waldanteil beträgt durchschnittlich 22 %. Besondere Bedeutung haben im Vereinsgebiet zusätzlich die Staatsjagden mit nahezu 8600 ha Jagdfläche. Hiervon werden rund 5300 ha in Regiejagd betrieben, während 3300 ha an Privat verpachtete Jagdflächen darstellen.

War früher die Gegend bekannt für ihren Reichtum an Niederwild, vor allem Fasanen, Hasen, Kaninchen und Enten, so sind heute die Besätze überall drastisch zurück gegangen. Lediglich die Stockenten weisen durchweg erfreuliche Zunahmen auf, erstaunlicherweise auch im recht wasserarmen Kraichgau.

Hauptwildart im gesamten Gebiet ist das Rehwild. Die Bestände sind allerdings nicht zuletzt durch die Bemühungen der Forstwirtschaft um die Verjüngung standortgerechter und naturnaher Laub – Mischwaldbestände in den vergangenen Jahren auf vertretbare Dichten reduziert worden. Andererseits wurde die Bejagung des Rehwilds durch den zunehmenden Freizeitdruck in der dichtbesiedelten Landschaft und die dadurch enorme Beunruhigung in den Revieren vielfach schwieriger.

Das Schwarzwild, das schon früher an einzelnen Stellen in der Rheinniederung, vor allem aber in den ausgedehnten Hardtwaldungen und in den östlichen Kraichgaurevieren vorkam, hat sich im Zuge der Ausweitung des Maisanbaus fast explosionsartig vermehrt und kommt heute flächendeckend vor. Begünstigt wurde dieser Trend zusätzlich durch den nicht zu übersehenden Klimawandel mit schneearmen Wintern in unserem klimatisch begünstigten Raum.

Auch die Bestände des Kulturfolgers Fuchs haben sich nach mehreren Tollwutimpfaktionen außerordentlich stark erhöht – mit entsprechender Auswirkung auf die Niederwildbesätze. Bezeichnenderweise wurden in den letzten Jahren in fast allen Revieren mehr Füchse als Hasen gestreckt.

Die organisierte Jägerschaft der Jägervereinigung Bruchsal (derzeitiger Mitgliederstand 520 Mitglieder), kann bereits auf eine 85 –jährige Geschichte zurückblicken. Mit dem Nachbarverein Karlsruhe im gleichen Landkreis (ca. 1000 Mitglieder) besteht ein gutes Verhältnis.

Über 40 Jahre hat die Jägervereinigung Bruchsal einen eigenen Schießstand betrieben. Die von den Behörden verlangte Gesamtsanierung des Jägerschießstandes hätte jedoch die finanziellen Möglichkeiten des Vereins bei weitem überschritten. So wurde das Gelände an die Gemeinde Forst veräußert. Mit der „Schützengesellschaft 1926 Karlsdorf e.V.“ konnte inzwischen ein Benutzervertrag geschlossen werden. Mit Ausnahme von Tontauben können auf der modernen Anlage alle jagdlichen Disziplinen geschossen werden.

Auch in der Hundeausbildung ist die JV rege. Alljährlich werden i.d.R. zwei Hundelehrgänge mit abgeschlossener Brauchbarkeitsprüfung abgehalten: einmal für Vorstehhunde, zum anderen für Teckel und Erd- /Bauhunde.

Weiterhin verfügt die Jägervereinigung Bruchsal e.V. über eine sehr gute Jagdhornbläsergruppe, die den Veranstaltungen des Vereins immer eine besondere Note verleihen.

Die Jägervereinigung im Zahlenspiegel

Reviere: 61 gemeinschaftliche Jagdbezirke, 1 Eigenjagdbezirk, 8 Regiejagdreviere, 15 verpachtete Staatsjagden.
Die JV ist in 5 Hegeringe aufgeteilt.

Strecke 2006 / 2007 (ohne staatliche Reviere) :

Schwarzwild 925 (davon 117 Fallwild und Verkehrsverluste), Rehwild 912 (davon 322 Fallwild / Verkehrsverluste), Hasen 129,
Kaninchen 110, Füchse 685 (davon 49 Fallwild), Enten 280 .

Ansprechpartner: Kreisjägermeister Dieter Henning, Burgunderstr. 13, 68753 Waghäusel



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Bruchsal
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68753 Waghäusel

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